Peptide, die die
Forschung ernst nimmt.
Pharmazeutisch-grade Forschungspeptide mit dokumentierter Reinheit und vollständiger analytischer Zertifizierung — jedes mit echter, peer-reviewter Studienlage. Ausschließlich für die Laborforschung.
Kein Hype. Publizierte Evidenz.
Wir listen zu jedem Compound reale Studien aus der biomedizinischen Literatur — mit Autoren, Journal, Jahr und verlinktem DOI. Alle Ergebnisse stammen aus präklinischer und früher klinischer Grundlagenforschung.
BPC-157
Das am breitesten untersuchte Reparatur-Peptid
Ein aus dem Magensaft abgeleitetes Pentadecapeptid, das in präklinischen Modellen die Heilung unterschiedlichster Gewebe fördert und stark mit Angiogenese (Gefäßneubildung) assoziiert ist.
- Fördert Angiogenese und stabilisiert die Gefäßfunktion nach Verletzung
- Beschleunigte Heilung von Sehne, Band, Muskel, Knochen und Nerv (Tiermodell)
- Moduliert die Expression wachstumsfaktor-assoziierter Gene in Wunden
Umfassender Review: BPC-157 beschleunigt in präklinischen Modellen die Wundheilung über viele Gewebe hinweg (Haut, GI-Trakt, Sehne, Ligament, Muskel, Knochen, Nerv), vermittelt u. a. über Gefäßneubildung.
DOI: 10.3389/fphar.2021.627533 ↗Verbesserte Sehnen-, Band- und Knochenheilung im Tiermodell — mit demselben Wirkprofil wie bei der GI-Heilung, unter Beteiligung eigener angiogener Effekte.
DOI: 10.2174/1381612824666180712110447 ↗Quelle: PubMed
TB-500
Aktin-bindendes Multifunktions-Regenerationspeptid
Thymosin β4 ist das wichtigste aktin-sequestrierende Molekül in Säugerzellen. Nach Verletzung von Thrombozyten und Makrophagen freigesetzt, fördert es Zellmigration und Gefäßbildung und reduziert Narbenbildung.
- Bindet Aktin, fördert Zellmigration und Stammzell-Mobilisierung
- Reduziert Myofibroblasten → weniger Narbe und Fibrose
- Herunterregulierung entzündlicher Chemokine und Zytokine
Thymosin β4 fördert Zellmigration, Gefäßbildung und Zellüberleben und senkt Narbenbildung — wissenschaftliche Grundlage für klinische Studien an Haut-, Hornhaut- und Herzgewebe.
DOI: 10.1517/14712598.2012.634793 ↗Zahlreiche Tiermodelle zeigen wundheilende Eigenschaften über Entzündungshemmung, Zellmigration, Gefäßbildung und Stammzellreifung.
DOI: 10.1111/j.1749-6632.2010.05479.x ↗Quelle: PubMed
Semax
Nootropes Neuropeptid mit BDNF-Wirkung
Ein Heptapeptid-Analog eines ACTH-Fragments. In der Forschung wird es intranasal appliziert und mit neuroprotektiven und kognitiven Effekten über das BDNF/TrkB-System in Verbindung gebracht.
- Erhöht BDNF-Protein und TrkB-Aktivierung im Hippocampus (Ratte)
- Steigerung von exon-III-BDNF- und TrkB-mRNA
- Assoziiert mit verbesserter Lern-/Gedächtnisleistung im Modell
Eine einzelne Gabe erhöhte BDNF-Proteinspiegel und TrkB-Phosphorylierung im Hippocampus der Ratte; die Tiere zeigten verbesserte konditionierte Reaktionen.
DOI: 10.1016/j.brainres.2006.07.108 ↗In einer Studie mit 110 Patienten nach ischämischem Schlaganfall war Semax mit erhöhten Plasma-BDNF-Spiegeln und beschleunigter funktioneller Erholung assoziiert.
DOI: 10.17116/jnevro20181183261-68 ↗Quelle: PubMed
Selank
Anxiolytisches Peptid, benzodiazepin-vergleichbar
Ein synthetisches Analog des Immunopeptids Tuftsin. In der Grundlagenforschung wird ein angstlösendes Profil beschrieben, dessen Wirkmechanismus dem klassischer Benzodiazepine ähneln könnte.
- Anxiolytischer Effekt im Tiermodell, vergleichbar mit Benzodiazepinen
- Moduliert die Wirkung von Diazepam unter chronischem Stress (Ratte)
- Verändert funktionelle Konnektivität der Amygdala (fMRT, Mensch)
Der anxiolytische Effekt von Selank war mit dem klassischer Benzodiazepine vergleichbar; die Kombination mit Diazepam war unter chronischem Stress am wirksamsten.
DOI: 10.1155/2017/5091027 ↗Resting-state-fMRT an 52 gesunden Probanden zeigte spezifische Effekte von Selank auf die funktionelle Konnektivität zwischen rechter Amygdala und temporalem Kortex.
DOI: 10.1134/S001249662001007X ↗Quelle: PubMed
GHK-Cu
Körpereigenes Kupfer-Tripeptid der Hautregeneration
GHK kommt natürlich in Plasma, Speichel und Urin vor und nimmt mit dem Alter ab. Als Kupferkomplex (GHK-Cu) ist es intensiv für Wundheilung und Hautregeneration untersucht.
- Stimuliert Kollagen-, Dermatansulfat- und Decorin-Synthese
- Moduliert Metalloproteinasen und deren Inhibitoren
- Rezension: kann Aktivität tausender Gene hoch-/herunterregulieren
GHK-Cu beschleunigt Hautheilung, stimuliert Kollagen/Glykosaminoglykane, verbessert Elastizität und Hautdichte und moduliert die Expression von rund 4.000 Genen.
DOI: 10.1155/2015/648108 ↗Hautpenetrations-Modelle bestätigten die Aufnahme von GHK-Cu über die Haut ohne erkennbare Irritation nach Mikronadel-Vorbehandlung.
DOI: 10.1007/s11095-015-1652-z ↗Quelle: PubMed
Epitalon
Pineales Tetrapeptid mit Telomerase-Bezug
Ein Tetrapeptid, das nach der Aminosäurezusammensetzung eines Zirbeldrüsen-Extrakts synthetisiert wurde. Seit über 25 Jahren in vitro, in vivo und in silico untersucht.
- Assoziiert mit erhöhter Telomerase-Aktivität
- Beeinflusst Melatonin-Synthese und neuroendokrine Signale
- Antioxidative und antimutagene Effekte beschrieben
Aktueller Übersichtsartikel: signifikante geroprotektive und neuroendokrine Effekte über antioxidative, neuroprotektive und antimutagene Mechanismen — u. a. erhöhte Telomerase-Aktivität.
DOI: 10.3390/ijms26062691 ↗Quelle: PubMed
Retatrutide
Triple-Rezeptor-Agonist — Spitzenwerte der Klasse
Ein Peptid, das gleichzeitig GIP-, GLP-1- und Glukagon-Rezeptoren aktiviert. In der Adipositas-Forschung erzielte es die bislang höchsten Gewichtsreduktionen seiner Wirkstoffklasse.
- Dreifach-Agonismus an GIP-, GLP-1- und Glukagon-Rezeptoren
- Bis −24,2 % Körpergewicht nach 48 Wochen (Phase 2, 12 mg)
- Dosisabhängige Effekte auf Gewicht und Stoffwechselmarker
Phase-2-RCT mit 338 Erwachsenen: bis −24,2 % Körpergewicht nach 48 Wochen unter Retatrutide gegenüber −2,1 % unter Placebo.
DOI: 10.1056/NEJMoa2301972 ↗Quelle: PubMed
Tirzepatide
Dualer GIP/GLP-1-Agonist
Ein dualer Inkretin-Agonist (GIP + GLP-1). In großen randomisierten Phase-3-Studien mit deutlichen Effekten auf Körpergewicht und glykämische Marker untersucht.
- Dualer Agonismus an GIP- und GLP-1-Rezeptoren
- Signifikante Gewichtsreduktion in Phase-3-RCTs
- Verbesserte glykämische Kontrolle
Phase-3-RCT: signifikant größere Gewichtsreduktion unter Tirzepatide gegenüber Placebo bei Erwachsenen mit Adipositas.
DOI: 10.1001/jama.2024.9217 ↗Quelle: PubMed
Semaglutide
GLP-1-Agonist mit kardiovaskulärer Evidenz
Der am breitesten untersuchte GLP-1-Rezeptor-Agonist. Neben Gewichts- und Blutzuckereffekten liegen große Endpunkt-Studien zu kardiovaskulären Ereignissen vor.
- Agonismus am GLP-1-Rezeptor
- Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse (Adipositas ohne Diabetes)
- Etablierte Gewichts- und Stoffwechseleffekte
SELECT-Studie (17.604 Teilnehmende, Adipositas ohne Diabetes): ~20 % relative Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse unter Semaglutide vs. Placebo.
DOI: 10.1056/NEJMoa2307563 ↗Quelle: PubMed
Cagrilintide
Amylin-Analog — meist mit Semaglutide kombiniert
Ein langwirksames Amylin-Analog. Besonders in Kombination mit Semaglutide (CagriSema) in großen Phase-3-Studien zur Gewichtsregulation untersucht.
- Amylin-Rezeptor-Agonismus, ergänzend zu GLP-1
- In Kombination (CagriSema) −20,4 % Körpergewicht nach 68 Wochen
- Auch bei Typ-2-Diabetes untersucht
Phase-3a-RCT (3.417 Teilnehmende): CagriSema −20,4 % Körpergewicht nach 68 Wochen gegenüber −3,0 % unter Placebo.
DOI: 10.1056/NEJMoa2502081 ↗Phase-3a-RCT bei Typ-2-Diabetes: −13,7 % Körpergewicht unter CagriSema gegenüber −3,4 % Placebo.
DOI: 10.1056/NEJMoa2502082 ↗Quelle: PubMed
MOTS-c
Mitochondrien-abgeleitetes Stoffwechsel-Peptid
Ein kurzes, in der mitochondrialen DNA kodiertes Peptid, das in der Grundlagenforschung mit der Regulation von Muskel- und Fettstoffwechsel in Verbindung gebracht wird.
- Reguliert metabolische Homöostase in Muskel und Fett (präklinisch)
- Aktivierung der AMPK-Signalwege beschrieben
- Assoziation mit Trainings-/Belastungsanpassung
Übersicht: MOTS-c reguliert als mitochondrien-abgeleitetes Peptid den Muskel- und Fettstoffwechsel und beeinflusst die metabolische Homöostase.
DOI: 10.1016/j.freeradbiomed.2016.05.015 ↗Aktuelle Übersicht zu MOTS-c als vielversprechendes mitochondriales Peptid und dessen therapeutischen Forschungsperspektiven.
DOI: 10.3389/fendo.2023.1120533 ↗Quelle: PubMed
PT-141
Melanocortin-Agonist mit Phase-3-Evidenz
Ein zyklisches Melanocortin-Rezeptor-Peptid. In randomisierten Phase-3-Studien zu hypoaktiver Sexualstörung (HSDD) bei Frauen untersucht.
- Agonismus an Melanocortin-Rezeptoren (v. a. MC4R)
- Zentralnervöser Wirkmechanismus (nicht vaskulär)
- In zwei Phase-3-RCTs klinisch untersucht
Zwei randomisierte Phase-3-Studien (RECONNECT): Bremelanotide verbesserte signifikant Marker für sexuelles Verlangen und damit verbundenen Leidensdruck gegenüber Placebo.
DOI: 10.1097/AOG.0000000000003500 ↗Quelle: PubMed
Der Markt umfasst viele weitere Verbindungen
Von Inkretin-Varianten über GH-Sekretagoga bis zu mitochondrialen und nootropen Peptiden — es gibt weit mehr, als eine Seite fassen kann. Wir diskutieren sie laufend, teilen Studien und neue Chargen in unserer Community.
Von der Synthese zum zertifizierten Vial
Jede Charge durchläuft dieselbe dokumentierte Qualitätskette.
Festphasen-Synthese
Aufbau nach pharmazeutischen Standards, Sequenz-kontrolliert.
HPLC-Reinheitsanalyse
Reinheit ≥ 98 % wird chromatographisch bestimmt und dokumentiert.
Massenspektrometrie
Identität und Molekülmasse werden per MS bestätigt.
Lyophilisierung + CoA
Gefriergetrocknet, abgefüllt, mit Analysezertifikat pro Charge versendet.
Mehr erfahren? Komm in den Chat.
In unserer Community teilen wir Studien, neue Compounds und Einblicke aus dem Labor — und beantworten Fragen zur Forschung. Direkt, ohne Umwege.